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Defence und Logistikimmobilien.

Mehr Budget, mehr Material, mehr Bevorratung. Verteidigung wird zum eigenständigen Nachfragetreiber für Lager-, Produktions- und Serviceflächen in Deutschland. Was Nutzer brauchen, was Eigentümer wissen sollten und wo die Grenzen liegen.

KI-generiertes Symbolbild: gesichertes Logistikzentrum mit Fahrzeugen

WissenLÈMANS ResearchStand

Vom Haushalt in die Halle

Seit 2022 hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa grundlegend verändert. Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben deutlich, hat sie oberhalb von einem Prozent der Wirtschaftsleistung von der Schuldenbremse ausgenommen und sich im NATO-Rahmen auf neue Ausgabenziele verpflichtet. Ein großer Teil dieses Geldes fließt in Material, Munition, Ersatzteile und Infrastruktur. All das muss produziert, gelagert, gewartet und bewegt werden.

Damit entsteht eine Nachfrage, die der Logistikimmobilienmarkt bisher kaum kannte: Nutzer mit sehr langen Planungshorizonten, hohen Sicherheitsanforderungen und oft staatlicher Bonität. Gleichzeitig wird ein großer Teil des Bedarfs auf eigenen oder bundeseigenen Flächen gedeckt. Für den freien Markt zählt deshalb nicht die Schlagzeile, sondern die Frage, welcher Teil tatsächlich gemietet oder gekauft wird und welche Objekte dafür in Frage kommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Verteidigungshaushalt 2026 liegt einschließlich Sondervermögen bei über 108 Mrd. €, die NATO-Kernquote von 3,5 % soll nach Planung des Ministeriums bis 2029 erreicht werden.
  • Deutschland ist im Bündnisfall Drehscheibe für die Verlegung alliierter Kräfte. Umschlag, Bereitstellung, Betankung und Instandhaltung brauchen zivile Logistikkapazitäten.
  • Marktstudien erwarten einen dauerhaften Zusatzbedarf an Flächen, aber nur ein Teil davon wird am Markt angemietet. Ein großer Teil entsteht als Eigenbedarf von Staat und Industrie.
  • Gefragt sind vor allem Lager- und Distributionsflächen, Produktionshallen, Instandhaltung und Dual-Use-Objekte mit guter Drittverwendung.
  • Sicherheit, Geheimschutz, Strom und Lage entscheiden. Munitions- und Explosivstofflager sind Sonderbauten mit eigenem Rechtsrahmen und kein Thema für Standardhallen.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder sicherheitstechnische Beratung im Einzelfall. Zahlen und Rechtslage: Stand November 2026.

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Der politische und finanzielle Rahmen

Die Grundlage der neuen Nachfrage sind verbindliche Haushaltsbeschlüsse, eine Grundgesetzänderung und Zusagen im Bündnis. Die wichtigsten Eckwerte:

108 Mrd.
Euro Verteidigungsausgaben 2026 einschließlich Sondervermögen Bundeswehr, vom Bundestag im November 2025 beschlossen.
5 %
des BIP als NATO-Ziel bis 2035: 3,5 % für Kernverteidigung, 1,5 % für Infrastruktur, Resilienz und industrielle Basis.
260.000
aktive Soldatinnen und Soldaten als Zielgröße bis 2035, dazu 200.000 Reservisten, nach dem seit 2026 geltenden Wehrdienstgesetz.
800.000
alliierte Soldaten könnten im Bündnisfall Medienberichten zufolge innerhalb von rund sechs Monaten durch Deutschland verlegt werden.

Quellen: Bundesministerium der Verteidigung, Bundesregierung, NATO-Gipfelerklärung Den Haag 2025, Medienberichte zum Operationsplan Deutschland. Für 2027 sieht der Regierungsentwurf rund 110 Mrd. € im Einzelplan 14 vor, der Beschluss des Bundestags steht noch aus.

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Warum Verteidigung Logistikflächen braucht

Streitkräfte sind zu einem großen Teil Logistikorganisationen. Jedes neue Fahrzeug, jedes Waffensystem und jede Munitionsbeschaffung zieht Lager, Ersatzteilversorgung, Wartung und Transport nach sich. Über Jahre wurde dieser Unterbau eher abgebaut: Depots wurden geschlossen, Liegenschaften umgewandelt, Bestände auf das Nötigste reduziert.

Heute kehrt sich die Logik um. Statt Just-in-time gilt wieder Just-in-case. Bestände sollen aufgebaut und schnell verfügbar sein, Lieferketten widerstandsfähiger werden und die Industrie in Europa mehr selbst produzieren. Hinzu kommt die geografische Rolle Deutschlands.

Deutschland als Drehscheibe des Bündnisses

Im Operationsplan Deutschland ist beschrieben, wie alliierte Kräfte im Ernstfall durch Deutschland an die Ostflanke verlegt werden. Dazu gehören Umschlag in Häfen und an Bahnstrecken, Rast- und Bereitstellungsräume, Betankung, Verpflegung und Instandsetzung. Vieles davon leisten zivile Partner über Rahmenverträge, etwa im Bereich Schiene, Autobahn und Logistikdienstleistung. Auf EU-Ebene wird zudem die militärische Mobilität entlang festgelegter Korridore ausgebaut.

Was das für Immobilien bedeutet

  • Zusätzliche Lager- und Distributionsflächen für Bekleidung, Ausrüstung, Ersatzteile und Verbrauchsgüter.
  • Produktions- und Montagehallen für Hersteller und Zulieferer, die ihre Kapazitäten ausweiten.
  • Instandhaltung und Service mit Werkstätten, Prüfständen und Kranbahnen.
  • Umschlag- und Bereitstellungsflächen an Häfen, Bahn und Autobahnknoten.
  • Light Industrial und Technologieflächen für Sensorik, Drohnen und Software mit hohem Strombedarf.
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Defence

Just-in-case statt Just-in-time.

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Wer Flächen sucht

Die Nachfrage kommt nicht von einem einzigen Akteur, sondern aus mehreren Gruppen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen.

Bundeswehr und Bundesbehörden

Zentrallager für Bekleidung und Ausrüstung, Ersatzteillogistik und Depots. Häufig über langfristige Anmietungen oder Projektentwicklungen mit Mietvertrag, ergänzend auf bundeseigenen Liegenschaften.

Hersteller von Wehrtechnik

Neue Werke, Montage- und Prüfhallen, Logistikzentren für Komponenten. Große Hersteller bauen oft selbst, mieten aber für Logistik und Zwischenlager an.

Zulieferer und Mittelstand

Elektronik, Optik, Metallverarbeitung, Textil, Fahrzeugteile. Viele dieser Unternehmen sind Dual-Use-Produzenten und suchen marktübliche Hallen mit kurzer Verfügbarkeit.

Logistikdienstleister

Kontraktlogistik für Streitkräfte und Industrie, Bereitstellung und Umschlag im Rahmen des Host Nation Support.

Instandhaltung und Service

Wartung von Fahrzeugen und Systemen, Prüfstände, Lackierung und Reparatur. Hohe Anforderungen an Bodenlast, Höhe und Medien.

Technologie und Start-ups

Drohnen, Sensorik, Software und KI. Gesucht werden flexible Flächen mit Büro-, Labor- und Produktionsanteil und hoher Anschlussleistung.

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Defence

Wer Material bewegt, braucht Fläche.

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Wie groß ist der Flächenbedarf wirklich?

Zum zusätzlichen Flächenbedarf durch Verteidigung gibt es inzwischen mehrere Studien von Beratern, Banken und Researchhäusern. Die Ergebnisse liegen weit auseinander, weil sie unterschiedliche Zeiträume, Regionen und Flächenarten betrachten. Für Europa reichen die Schätzungen von rund 15 bis über 35 Mio. m² zusätzlicher Fläche bis Anfang der 2030er-Jahre. Für Deutschland werden je nach Abgrenzung etwa 4 bis 6 Mio. m² genannt, einzelne Modelle kommen auf deutlich mehr.

Entscheidend für den Immobilienmarkt ist die Unterscheidung zwischen Gesamtbedarf und investierbarem Bedarf. Ein großer Teil der Flächen entsteht als Eigenbau von Staat und Industrie, auf bestehenden Werksgeländen oder auf bundeseigenen Liegenschaften. Bankanalysen gehen davon aus, dass nur rund 20 bis 30 % der zusätzlichen Fläche am Markt angemietet werden. Bezogen auf den deutschen Logistikflächenumsatz von zuletzt rund 6 bis 7 Mio. m² im Jahr wäre das ein spürbarer, aber kein dominierender Zusatzbeitrag im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Was der Markt bereits zeigt

Seit 2026 melden Marktberichte erste großvolumige Abschlüsse aus dem Verteidigungsumfeld. Die Bundeswehr beziehungsweise ihre Bekleidungsgesellschaft hat mehrere Logistikobjekte mit jeweils über 30.000 m² angemietet. In Nordhessen ist ein Logistikzentrum von rund 40.000 m² für die zentrale Ersatzteillogistik der Bundeswehr in Betrieb gegangen, am Flughafen Kassel entsteht ein weiteres Logistik- und Technologiezentrum. Bereits im Oktober 2025 hat der Bund zudem die Umwandlung von rund 200 früheren Militärliegenschaften ausgesetzt und hält sie als strategische Reserve vor.

Unsere Einordnung: Verteidigung ist ein zusätzlicher, langfristiger Nachfragetreiber, kein kurzfristiger Boom. Die Umsetzung folgt den Haushalts- und Beschaffungszyklen mit zeitlichem Abstand. Wer heute geeignete Flächen hält oder entwickelt, ist gut positioniert, wenn Aufträge in Bauten und Mietverträge übersetzt werden.

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Anforderungen an Flächen und Objekte

Viele Nutzer aus dem Verteidigungsumfeld arbeiten in normalen Hallen. Je nach Sicherheitsstufe und Gut kommen aber Anforderungen hinzu, die weit über den Logistikstandard hinausgehen.

KriteriumÜbliche LogistikhalleDefence-Nutzer, typische Zusatzanforderungen
Perimeter und ZutrittZaun, Schranke, Pforte nach BedarfGeschlossener Perimeter, Zufahrtskontrolle, Sicherheitszaun, Videoüberwachung, Besucherführung, oft als Einzelobjekt ohne Fremdnutzer auf dem Gelände
GeheimschutzKeine besonderen VorgabenAb Verschlusssachen VS-NfD organisatorische Regeln, ab VS-VERTRAULICH Sicherheitsüberprüfungen, kontrollierte Räume und zugelassene Verwahrgelasse. Betreuung durch das Bundeswirtschaftsministerium, ein Standortwechsel kann eine neue Prüfung auslösen
IT und CybersicherheitMarktübliche AusstattungGetrennte Netze, physisch geschützte Technikräume, Pflichten nach dem NIS2-Umsetzungsgesetz für viele Unternehmen der Branche
Strom und RedundanzAnschluss für Licht, Fördertechnik, LadenHohe Anschlussleistung für Produktion, Prüfstände und Elektronik, Netzersatzanlage, zunehmend wichtigstes Standortkriterium
GebäudeMulti-User-fähige HalleAbtrennbare Bereiche, Sicherheitsbereiche ohne Fenster, verstärkte Tore, Büros innerhalb des Perimeters
Boden und HöheCa. 5 t/m², 10 bis 12 m UKBTeilweise höhere Bodenlasten und Kranbahnen für Fahrzeuge und schwere Komponenten, ebenerdige Tore für große Fahrzeuge
LageNähe zu Autobahn und BallungsraumEtwas abseits der Wohnbebauung, gute Anbindung an Autobahn und Schiene, Nähe zu Standorten von Bundeswehr und Industrie
Gefährliche GüterGefahrstofflager nach BedarfMunition und Explosivstoffe brauchen eine Erlaubnis nach Sprengstoffrecht, Schutzabstände und gegebenenfalls Störfallrecht. Das sind Sonderbauten, keine Standardhallen
Mietvertrag5 bis 10 JahreOft deutlich längere Laufzeiten, Regelungen zu Sicherheitsausbau, Rückbau, Vertraulichkeit und Zutritt des Vermieters

Die Anforderungen hängen vom konkreten Nutzer, Gut und Geheimhaltungsgrad ab und werden im Einzelfall festgelegt.

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Sicherheit

Sicherheit entscheidet oft vor Miete und Lage.

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Planungsrecht und Genehmigung

Der Gesetzgeber hat seit 2025 mehrere Erleichterungen für Bauvorhaben im Verteidigungsbereich geschaffen. Für private Eigentümer und Entwickler ist wichtig, welche davon auch für sie gelten.

  • § 37 BauGB erlaubt bei Bauvorhaben des Bundes mit besonderer Zweckbestimmung Abweichungen vom Planungsrecht. Das betrifft vor allem Anlagen der Bundeswehr selbst.
  • § 37a BauGB gilt seit dem 30. Oktober 2025. Vorhaben zur Herstellung oder Lagerung von Verteidigungsgütern, insbesondere Munition und Explosivstoffe, sind im Außenbereich privilegiert, wenn das Verteidigungsministerium ihre Bedeutung für Einsatzfähigkeit und Versorgungssicherheit bestätigt. Bei dauerhafter Aufgabe besteht eine Rückbaupflicht.
  • Das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr gilt seit Februar 2026 und bis Ende 2035. Es vereinfacht Vergabe und Bauverfahren der Bundeswehr und der beteiligten Bauverwaltungen.
  • Ein Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz ist im parlamentarischen Verfahren. Es soll Kasernen, Depots und Verkehrsanbindungen als überragendes öffentliches Interesse einstufen und Verfahren verkürzen.
  • Außerhalb dieser Sonderregeln gelten für zivile Hallen die üblichen Vorgaben: Bebauungsplan, Gebietsart, Immissionsschutz und Brandschutz.

Für Bestandsobjekte bedeutet das: Lager und Distribution von Verteidigungsgütern sind in einer genehmigten Logistikhalle meist ohne neue Genehmigung möglich, solange keine Gefahr- oder Explosivstoffe in relevanten Mengen gelagert werden. Der Wechsel zu Produktion oder Instandsetzung ist dagegen in der Regel eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung. Bei Sondernutzungen sollte die Genehmigungslage vor Vertragsschluss geprüft werden.

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Die Sicht von Eigentümern und Investoren

Für Eigentümer bieten Mieter aus dem Verteidigungsumfeld Chancen, verlangen aber eine genaue Prüfung von Objekt, Vertrag und Anlagerichtlinien.

Lange Laufzeiten

Verträge mit staatlichen oder staatsnahen Nutzern laufen oft deutlich länger als marktübliche Logistikmietverträge. Das stabilisiert den Cashflow und die Restlaufzeit des Portfolios.

Bonität

Der Bund als Mieter oder Unternehmen mit langfristigen staatlichen Aufträgen bieten eine hohe Sicherheit der Mietzahlung. Bei Start-ups und Zulieferern gilt die übliche Bonitätsprüfung.

Anlagerichtlinien und ESG

Die EU-Kommission hat 2025 klargestellt, dass die Offenlegungsverordnung keinen Ausschluss von Verteidigung verlangt. Viele Fonds schließen Hersteller von Waffen und Munition als Mieter aber weiterhin aus. Die Richtlinien sind vor Vermietung zu prüfen.

Drittverwendung

Dual-Use-Objekte mit marktüblicher Ausstattung bleiben gut vermietbar. Hoch spezialisierte Sicherheitsausbauten können die Nachvermietung erschweren und sollten über Rückbau- und Kostenregelungen abgesichert werden.

Sicherheitsausbau

Wer zahlt Perimeter, Zutrittstechnik und Sicherheitsräume? Üblich sind Mieterausbau mit Rückbaupflicht oder eine Umlage über die Miete bei entsprechend langer Laufzeit.

Akzeptanz und Reputation

Ansiedlungen im Verteidigungsbereich werden lokal unterschiedlich aufgenommen. Frühe Abstimmung mit Kommune und transparente Kommunikation reduzieren das Risiko.

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Defence

Korridore werden zu Standortfaktoren.

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Wo die Nachfrage entsteht

Die Nachfrage folgt bestehenden Industrie- und Bundeswehrstandorten sowie den Achsen der militärischen Mobilität. Drei Schwerpunkte zeichnen sich ab:

  • Norden mit maritimem Schwerpunkt: Kiel, Wilhelmshaven, Bremen und Hamburg mit Werften, Häfen und Umschlag nach Osten.
  • Westen und Mitte mit Landsystemen: Rheinland, Ruhrgebiet und Nordhessen mit Fahrzeugbau, Zulieferern und zentraler Logistik.
  • Süden mit Luftfahrt, Sensorik und Drohnen: Großraum München, Donauregion und Schwaben.

Dazu kommen die Korridore, über die Material und Truppen verlegt werden: von den Nordseehäfen nach Osten, entlang des Rheins und über die großen Autobahn- und Bahnknoten. Standorte mit Bahnanschluss, Nähe zu Häfen und ausreichender Netzkapazität gewinnen an Bedeutung.

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Defence

Instandhaltung braucht Höhe, Kran und Strom.

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So läuft eine Flächensuche für Defence-Nutzer

  1. Bedarf und Sicherheitsstufe klären

    Flächenart, Größe, Zeitpunkt, Gut und Geheimhaltungsgrad bestimmen. Daraus ergeben sich die baulichen und organisatorischen Anforderungen.

  2. Geheimschutz früh einbinden

    Sicherheitsbevollmächtigte und Behörde frühzeitig beteiligen, damit der Standort später freigegeben werden kann.

  3. Standorte screenen

    Strom, Anbindung, Abstand zu Wohnbebauung, Planungsrecht und Nachbarschaft prüfen. Dabei zählen auch Flächen, die nicht öffentlich angeboten werden.

  4. Diskret ansprechen

    Eigentümer werden vertraulich angesprochen, ohne Nutzer und Vorhaben öffentlich zu machen. Vertraulichkeitsvereinbarungen schützen beide Seiten.

  5. Vertrag gestalten

    Laufzeit, Sicherheitsausbau, Rückbau, Zutritt, Vertraulichkeit, Untervermietung und Kündigungsrechte sauber regeln.

  6. Umsetzen und übergeben

    Genehmigungen, Ausbau und Abnahme koordinieren, Übergabe dokumentieren.

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Ist meine Immobilie für Defence-Nutzer geeignet?

Eine erste Einschätzung für Eigentümer von Hallen und Grundstücken:

  1. Lage im Industrie- oder Gewerbegebiet mit Abstand zur Wohnbebauung
  2. Möglichkeit eines geschlossenen Perimeters mit kontrollierter Zufahrt
  3. Einzelobjekt oder klar abtrennbare Einheit ohne fremde Nutzer im Sicherheitsbereich
  4. Ausreichende und erweiterbare Anschlussleistung, idealerweise mit Netzersatz
  5. Bodenlast und Höhe passend für schwere Güter oder Fahrzeuge
  6. Ebenerdige Tore für große Fahrzeuge zusätzlich zu Rampentoren
  7. Anbindung an Autobahn, gegebenenfalls Schiene oder Hafen
  8. Klare Genehmigungslage für die geplante Nutzung
  9. Anlagerichtlinien und Finanzierung erlauben Mieter aus dem Verteidigungsumfeld
  10. Bereitschaft zu längeren Laufzeiten und individuellen Ausbauvereinbarungen

Häufige Fragen

Steigt die Nachfrage nach Logistikimmobilien durch Verteidigung wirklich?
Ja, aber gestaffelt. Höhere Budgets führen zu mehr Material, Ersatzteilen und Bevorratung, die gelagert und bewegt werden müssen. Marktberichte verzeichnen seit 2026 erste große Anmietungen, unter anderem durch die Bundeswehr. Weil ein großer Teil des Bedarfs als Eigenbau entsteht, wirkt der Effekt auf den Mietmarkt schwächer als die Budgets vermuten lassen.
Welche Flächen suchen Bundeswehr und Rüstungsindustrie?
Vor allem Lager- und Distributionsflächen für Ausrüstung und Ersatzteile, Produktions- und Montagehallen, Instandhaltung mit Werkstätten und Kranbahnen sowie flexible Technologieflächen. Munitionslager sind Sonderbauten und werden meist von Staat oder Herstellern selbst errichtet.
Kann jede Logistikhalle an einen Defence-Nutzer vermietet werden?
Für viele Nutzungen ja, wenn Lage, Perimeter und Ausstattung passen. Je höher der Geheimhaltungsgrad, desto mehr zählen ein geschlossener Perimeter, abtrennbare Bereiche und die Möglichkeit, Sicherheitsräume einzurichten. Multi-User-Objekte mit gemeinsamen Höfen sind für sensible Nutzungen oft ungeeignet.
Dürfen nachhaltige Fonds an Rüstungsunternehmen vermieten?
Die EU-Kommission hat 2025 klargestellt, dass die Offenlegungsverordnung keinen pauschalen Ausschluss von Verteidigung verlangt. Die Mitteilung ist rechtlich nicht bindend, geächtete Waffen bleiben in ESG-Fonds faktisch ausgeschlossen. Ob ein Fonds an Hersteller von Waffen und Munition vermieten darf, regeln aber seine eigenen Anlagerichtlinien. Viele Fonds sind hier weiterhin restriktiv.
Was ist § 37a BauGB?
Eine seit Oktober 2025 geltende Regelung, die Vorhaben zur Herstellung oder Lagerung von Verteidigungsgütern im Außenbereich privilegiert, wenn das Verteidigungsministerium ihre Notwendigkeit bestätigt. Sie zielt vor allem auf Munition und Explosivstoffe. Für normale Logistikhallen in Gewerbegebieten bleibt das übliche Planungsrecht maßgeblich.
Wie lange laufen Mietverträge mit Defence-Nutzern?
Häufig deutlich länger als marktüblich. Marktteilnehmer berichten von Laufzeiten bis zu 20 Jahren bei staatlichen Nutzern. Im Gegenzug erwarten die Nutzer Regelungen zu Sicherheitsausbau, Vertraulichkeit und Zutritt.
Wie unterstützt LÈMANS Defence-Nutzer und Eigentümer?
Wir suchen diskret und off-market nach geeigneten Hallen und Grundstücken, auch solchen, die nicht öffentlich angeboten werden. Eigentümern helfen wir, die Eignung ihrer Objekte einzuschätzen und Mietverträge mit Defence-Nutzern sauber zu strukturieren.

Fläche für sensible Nutzungen.

Sie suchen als Unternehmen aus dem Verteidigungsumfeld eine Halle oder ein Grundstück, oder Sie möchten wissen, ob Ihre Immobilie für solche Nutzer geeignet ist? Wir beraten vertraulich.

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